Wenn billig teurer ist: Der Blick von Bernard Nicod

18 September 2025
Presse
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24 Heures 01.10.2025
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Es wird oft gesagt: "Billig ist teuer". Dieses Sprichwort, das aus anderen Bereichen des täglichen Lebens bekannt ist, trifft auch auf den Immobilienmarkt voll und ganz zu. In seiner monatlichen Kolumne in 24heures erinnert Bernard Nicod, der Gründer der Gruppe, daran, warum sich die von einigen sogenannten "Flatrate"-Modellen versprochenen Einsparungen letztlich in erhebliche Verluste verwandeln können.


Dieser Beitrag verdeutlicht eine starke Überzeugung: Der Verkauf einer Immobilie sollte nicht einfach eine buchhalterische Operation sein. Es ist vor allem eine Sache der Strategie, des Fachwissens und des Vertrauens, bei der die Begleitung durch den richtigen Makler den Unterschied ausmachen kann.

 

Die irreführenden Versprechungen von Flatrate-Modellen"


Seit einigen Jahren sind in der Westschweiz mehrere sogenannte "Pauschal"-Immobilienagenturen aufgetaucht. Ihr Versprechen ist einfach: Sie bieten den Verkäufern einen festen Tarif an, der angeblich günstiger ist als die herkömmlichen Provisionen. Aber wie so oft verbergen sich hinter der Marketingdarstellung nuanciertere Realitäten.
Zunächst einmal decken diese Pauschalen nicht immer alle Leistungen ab. Zusätzliche Besuche, hochwertige Fotoreportagen, Videos, Drohnen, Hervorhebung auf Fachportalen: alles zusätzlich berechnete Dienstleistungen, die die Rechnung um 30 bis 50 % im Vergleich zum angekündigten Preis in die Höhe treiben können.


Zweitens verlangen einige dieser Agenturen eine hohe, nicht rückzahlbare Anzahlung, selbst wenn der Verkauf nicht zustande kommt. Dadurch wird das gesamte Risiko auf den Verkäufer abgewälzt, während die Rolle eines Maklers gerade darin besteht, die Transaktion zu begleiten und abzusichern.
Schließlich beruhen die angepriesenen Einsparungen oft auf verzerrten Vergleichen. Die Provisionen traditioneller Makler, die in der Regel zwischen 2 % und 2,5 % liegen, sind weitaus niedriger als die 3 bis 5 %, die in den Werbekampagnen der Pauschalagenturen angeführt werden. Mit anderen Worten: Das Argument eines massiven Gewinns für den Verkäufer ist bei weitem nicht immer zutreffend.

 

Wenn der Nettopreis an den Verkäufer der wahre Maßstab ist


Das von Bernard Nicod in seiner Kolumne angeführte Beispiel ist aufschlussreich.
Stellen wir uns den Verkauf einer Wohnung für 900'000 Franken durch eine Pauschalagentur vor, die 15'000 Franken in Rechnung stellt. Der Verkäufer geht mit 885'000 Franken nach Hause.
Mit einem traditionellen Makler hingegen kann die gleiche Immobilie dank seines Netzwerks und seiner Erfahrung aufgewertet und für 930'000 Franken verkauft werden. Die Provision von 2,5 % beläuft sich dann auf 23'250 Franken. Nettoergebnis für den Verkäufer: 906'750 Franken. Das sind 21'750 Franken mehr als mit der Pauschale.


Dieses Beispiel verdeutlicht den Unterschied zwischen einem reinen Preisansatz und einem Wertansatz sehr gut. Der traditionelle Makler führt nicht einfach nur einen Auftrag aus: Er maximiert das Potenzial der Immobilie und vertritt die Interessen seines Kunden.

 

Die unternehmerische Rolle des traditionellen Maklers


Ein weiteres, oft übersehenes Element verdient es, hervorgehoben zu werden: Der traditionelle Immobilienmakler ist in erster Linie ein Unternehmer. Er investiert Zeit, Geld und Fachwissen in jedes Mandat, ohne dass ihm eine Vergütung garantiert wird.


Ob es sich nun um die Erstellung eines kompletten Dossiers, die Finanzierung von Werbekampagnen oder die Organisation von Dutzenden von Besichtigungen handelt, all diese Arbeit wird nur dann vergütet, wenn der Verkauf zustande kommt. Dieses Risiko führt natürlich dazu, dass der Makler den bestmöglichen und nicht den schnellsten Abschluss anstrebt.


Im Gegensatz dazu ist das Pauschalmodell, das bereits bei Vertragsabschluss vergütet wird, nicht in gleicher Weise interessengeleitet. Sobald die Pauschale eingenommen wird, hat die Agentur ihr Einkommen bereits gesichert, unabhängig vom Erfolg des Verkaufs.

 

Motivation, Ausbildung und Fachwissen: die wahren Leistungshebel


Der Unterschied beschränkt sich nicht nur auf die Zahlen. Er zeigt sich auch im Profil und in der Motivation der Makler.
Laut den von Glassdoor veröffentlichten Daten verdient ein Makler in einer Pauschalagentur im Durchschnitt zwischen 48.000 und 60.000 Franken pro Jahr. In einer traditionellen Agentur kann dieses Einkommen zwischen 85'000 und 127'000 Franken pro Jahr betragen. Dieser Unterschied spiegelt nicht nur eine bessere Anerkennung der Arbeit wider, sondern auch ein höheres Qualifikationsniveau.


Tatsächlich besitzen die meisten traditionellen Makler einen eidgenössischen Fachausweis als Makler, Experte für Immobilienschätzungen oder Immobilienverwalter. Diese oft langen und anspruchsvollen Ausbildungen garantieren ein hohes Maß an technischer und juristischer Kompetenz.
Die Groupe Bernard Nicod engagiert sich übrigens aktiv auf diesem Gebiet mit der BN Academy, einem internen Programm, bei dem Junior-Makler von erfahrenen Senior-Maklern ausgebildet und begleitet werden, um eine kontinuierliche Weitergabe von Know-how, Best Practices und Marktkenntnissen zu gewährleisten.

 

Die Bedeutung der persönlichen Beratung


Jenseits von Zahlen und Geschäftsmodellen bleibt ein Immobilienverkauf vor allem ein menschliches Abenteuer. Eine Wohnung, ein Haus oder ein Gebäude zu verkaufen bedeutet oft, eine wichtige Seite im Leben aufzuschlagen. In solchen Momenten muss der Verkäufer beraten, begleitet und beruhigt werden.


Der traditionelle Makler bietet eine persönliche Betreuung vom ersten Termin bis zur endgültigen Unterschrift. Er kennt seinen Kunden, versteht seine Erwartungen und passt seine Strategie entsprechend an. Dieses Vertrauensverhältnis ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg, den unpersönliche und standardisierte Modelle nicht erreichen können.

 

Eine klare Schlussfolgerung: Besser in Qualität investieren


Wie Bernard Nicod in seiner Kolumne zusammenfasst: "Sparen zu wollen ist gut. 
Immobilien sind ein Bereich, in dem sich der Mehrwert eines kompetenten Fachmanns direkt in finanziellen Ergebnissen und Gelassenheit für den Kunden messen lässt. Die Wahl des richtigen Partners stellt sicher, dass Sie nicht nur verkaufen, sondern vor allem besser verkaufen.

 

Zusammenfassung

  • "Flatrate"-Modelle versprechen Einsparungen, verbergen aber oft zusätzliche Kosten und Risiken für den Verkäufer.
  • Der traditionelle Makler, der nur im Erfolgsfall bezahlt wird, versucht, den Verkaufspreis zu maximieren und handelt im Interesse des Kunden.
  • Ihr Fachwissen, ihre Ausbildung und ihre Motivation bieten einen echten Mehrwert.
  • Mit der BN Academy investiert die Groupe Bernard Nicod in die kontinuierliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, um Exzellenz und Leistung zu garantieren.


Bei Immobilien wie auch anderswo sollte man sich nicht nur vom angezeigten Preis verführen lassen. Denn am Ende ist das Billige manchmal viel teurer.

Sie denken darüber nach, eine Immobilie zu kaufen oder zu verkaufen? Dann wenden Sie sich bitte an eine unserer Agenturen der Bernard Nicod Gruppe: Unsere Teams freuen sich darauf, Sie professionell und kundennah zu betreuen.

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