In einem unsicheren weltwirtschaftlichen Umfeld, das durch die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus und einen zunehmenden Protektionismus geprägt ist, bestätigen Schweizer Immobilien ihre Position als sicherer Hafen. Bernard Nicod, Gründer der gleichnamigen Gruppe, teilt seine Analyse der aktuellen Situation des Schweizer Immobilienmarktes und seiner Perspektiven.
Investitionsimmobilien werden wieder zum sicheren Hafen
Während die Weltwirtschaft eine turbulente Zone mit nervösen Finanzmärkten und schwankenden Zinsen durchläuft, entdecken institutionelle Anleger die Vorzüge des Steins wieder. "Investment-Immobilien werden wieder zu einem sicheren Hafen. Ein echter. Keine Modeerscheinung, keine Blase. Ein greifbarer, vorhersehbarer Wert, der stabile Erträge abwirft", erklärt Bernard Nicod.
Dieser Trend lässt sich durch mehrere wichtige Konjunkturfaktoren erklären:
Unvorhersehbare US-Handelsagenda unter Präsident Trump;
Zölle von 125% auf chinesische Produkte;
ein vorläufiger Zuschlag von 31%, der den Zugang der Schweiz zum US-Markt bedroht;
Eine Abwärtsorientierung der SNB-Zinsen, wobei Analysten sogar von einer möglichen Rückkehr in den negativen Bereich sprechen.
In diesem Klima der Unsicherheit haben die großen Manöver begonnen. "Die institutionellen Anleger bringen ihre Murmeln zurück. Pensionskassen, Versicherungen und andere Fonds nehmen ihre Portfolios wieder in die Hand", stellt Bernard Nicod fest. Diese Akteure suchen nun nach soliden und greifbaren Investitionen mit einer klaren und vorhersehbaren Rentabilität.
Markt mit zwei Geschwindigkeiten, Erstkäufer bestraft
Während diese Dynamik den derzeitigen Eigentümern zugutekommt, deren Immobilien mechanisch an Wert gewinnen, stellt sie Erstkäufer vor ernsthafte Herausforderungen. Selbst bei nach unten gerichteten Hypothekarzinsen bleibt der Zugang zu Wohneigentum in der Schweiz ein Hindernislauf.
"Das ist nicht die Schuld des Marktes oder der Verkäufer. Es ist die direkte Folge von Basel III", analysiert Bernard Nicod. Dieser Regulierungsrahmen, der eigentlich die Stabilität der Banken gewährleisten sollte, hat letztendlich den Zugang zu Hypotheken in der Schweiz verriegelt, indem er 20% Eigenkapital verlangt und die Kreditvergabe auf das Einkommen beschränkt.
In einem Land, in dem die Preise bereits zu den höchsten in Europa gehören, reservieren diese Beschränkungen den Zugang zu Wohneigentum de facto für eine Elite. "Durch die Rigidität blockiert man letztendlich den Aufzug zum Eigentum für diejenigen, die arbeiten, sparen und sich niederlassen wollen", beklagt Bernard Nicod.
Ein Aufruf zum Handeln für eine ausgewogenere Regulierung
Mit nur 35,8 % selbstgenutzten Wohnungen im Jahr 2023 steht die Schweiz in Europa an letzter Stelle, was den Erwerb von Wohneigentum angeht. Bernard Nicod fordert daher die Behörden auf, ihre Verantwortung zu übernehmen:
"Es ist dringend notwendig, dass unsere Behörden ihre Verantwortung wahrnehmen, angefangen beim Bundesrat gegenüber der UBS. Nicht mit Ankündigungseffekten, sondern mit klaren Maßnahmen. Mit einer Lockerung gewisser Auflagen, ohne auf Strenge zu verzichten."
Die Herausforderung ist groß: den Kauf möglich machen, ohne die Käufer zu gefährden und gleichzeitig ein qualitativ hochwertiges Angebot aufrechtzuerhalten. Denn die massive Rückkehr institutioneller Investoren in den Immobilienmarkt bleibt nie ohne Folgen: steigende Preise, knapper werdende Objekte und Überangebot.
Eine ausgewogene Sicht auf den Schweizer Immobilienmarkt
"Immobilien bleiben, wenn sie gut durchdacht sind, ein Pfeiler der Stabilität. Wenn sie jedoch zu einem Schlachtfeld zwischen Institutionen und Privatpersonen, zwischen Rendite und Zugang wird, dann wird sie das verlieren, was ihre Stärke ausmacht: das Vertrauen", schließt Bernard Nicod.
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