Das Projekt im Überblick
Generalunternehmer
Generalunternehmung Bernard Nicod SA
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Architekten
Das Atelier Vallotton architectes SA
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Partnerunternehmen
S+N Ingenieure - Schopfer & Niggli SA
Arte Façades Sàrl
Geneux Dancet SA
Fire System SA
Alva Agencements Sàrl
Thermex SA
Joux SA
HKM SA
Allgemeine Informationen
Einführung
Bau von Eigentumswohnungen in Lausanne.
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Geschichte / Situation
Der Chemin de Champ-Rond liegt unterhalb der Route d'Oron, im Norden von Lausanne, in der Nähe des Flusses Vuachère. Das Gebiet befindet sich in einem städtischen, wohnlichen Kontext, aber mit einem freien Blick auf den See und die Alpen, insbesondere in den oberen Stockwerken.
Das Projekt - auf einem Gelände mit erheblicher Neigung (insgesamt 8 Meter Höhenunterschied) - vereint zwei Parzellen, zwei Eigentümer für zwei unterschiedliche Projekte, die jedoch in einem einzigen Bauvorhaben realisiert werden. Das Gebäude Nummer 59 ist für Eigentumswohnungen und das Gebäude Nummer 61 für Mietwohnungen vorgesehen.
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Programm
Andere Funktionen, andere Typologien: Das Projekt für Stockwerkeigentum umfasst sechs Wohnungen: drei mit zweieinhalb Zimmern im Erdgeschoss mit Zugang zum Garten und drei mit dreieinhalb Zimmern darüber. Das sind zwei Stockwerke plus Penthouse. Das Mietobjekt umfasst fünfzehn Wohnungen: fünf Studios im Erdgeschoss mit Zugang zum Garten und zweieinhalb Zimmer darüber auf zwei Etagen. Das sind drei Etagen.
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Projekt / Konzept
In einem Gebiet mit geringer Dichte, das hauptsächlich Villen vereint, ist es wichtig, dass der Zugang zu den Wohnungen direkt von außen erfolgt, um ein Gefühl der Unabhängigkeit zu haben, anders als der Zugang zu Mehrfamilienhäusern. Dies ist in beiden Projekten der Fall. Ein Fassadenversatz zwischen den einzelnen Wohneinheiten oder die Aufteilung des Außenvolumens betonen das Erscheinungsbild von aneinandergrenzenden Häusern. Die Typologie der Wohnungen konzentriert die Eingänge im Norden, zur Straßenseite hin, die Balkone im Süden, zur Seeseite hin. Die Verarbeitung der Materialien und die Details der Balkone werden mit besonderer Sorgfalt behandelt und die überdachten Außenparkplätze verringern die Auswirkungen auf das Untergeschoss.
Für die Nummer 59 ist das Dach ungewöhnlich, es besteht aus zwei umgekehrten Schrägen - ein sehr offenes V - und weist solide Vordächer auf. Äußerlich verleiht diese ausdrucksstarke Lösung eine große Leichtigkeit. Im Inneren folgt die Decke des Penthouses der Dachneigung und vergrößert so das Volumen.
Bei der Nummer 61 ist das Dach flach, begrünt und mit Sonnenkollektoren ausgestattet. Die Zugänge erfolgen ebenfalls von außen, außer im Obergeschoss, wo eine einstufige Treppe zur Eingangstür der eigenen Wohnung führt.
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Umsetzung
Die Wände bestehen aus Beton und sind mit einer verputzten Perimeterdämmung versehen. Die Kunststofffenster sind dreifach verglast und mit elektrischen Lamellenjalousien ausgestattet. Die Balkonbrüstungen sind aus Betonfertigteilen mit anthrazitfarbenen Metallgeländern, außer im Penthouse des Gebäudes 59, wo sie aus Glas sind.
Im Inneren sind die Wände verputzt. Die Bodenbeläge können im Falle von Eigentumswohnungen vom Käufer gewählt werden, aber im Allgemeinen werden die Schlaf- und Wohnräume mit Parkett ausgelegt und Fliesen sind nur für die Küche und die Sanitärbereiche reserviert.
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Technik
Aus energetischer Sicht wird die Wärmeerzeugung für die beiden Gebäude, die unechte Zwillinge sind, durch Wärmepumpen und Erdwärmesonden gewährleistet. Die Heizung wird über den Boden verteilt. Photovoltaikpaneele sorgen für die Energieerzeugung. Das Eigentumswohnungsgebäude profitiert von einem System, das eine intelligente Steuerung des Wohnkomforts und der Effizienz ermöglicht, während Geocooling (Rückführung der Wärme in den Boden) für eine passive Kühlung bei großer Hitze sorgt.
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Besondere Maßnahmen
Das Projekt befindet sich in einem Überschwemmungsgebiet, insbesondere aufgrund der Gefahr von Abflüssen aus der Route d'Oron. Die Gebäude sind daher geschützt. Spezielle Arbeiten - durch Abschirmung mit Betonpfählen - sorgten für die Stabilität der Straße stromaufwärts während des Baus und einer Stützmauer für den Außenparkplatz der Hausnummer 59. Bohrungen waren für die Installation von drei Erdwärmesonden erforderlich.
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Außenanlagen
Besondere Sorgfalt wurde auf die Außengestaltung gelegt, um eine Einheitlichkeit des Ganzen zu gewährleisten. Die Mauern bestehen aus sauberem Beton und die Bepflanzung ist vielfältig.
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Herausforderungen
Die Verzögerung aufgrund der Gesundheitskrise führte dazu, dass die Außenarbeiten mitten im Winter begonnen werden mussten. Die Firmen mussten daher viel Einfallsreichtum beweisen, um ihre Aufträge unter schwierigen Bedingungen auszuführen, damit die beiden parallel gebauten Gebäude rechtzeitig übergeben werden konnten.
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Starke Punkte
Trotz einiger Einsprüche und der Gesundheitskrise konnte der Gesamttermin des Projekts eingehalten werden. Vom ersten Kontakt mit dem Architekten im April 2018 bis zum Einzug der ersten Bewohner im April 2021 vergingen nur drei Jahre.
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